Baukostenberechnung
Welche Baukosten für einen Garten zu erwarten sind
Welche Baukosten für einen Garten zu erwarten sind

2. 'Unsichtbare' Baukosten

Bei der Baukostenplanung von Hausgärten sind immer auch die später nicht mehr unbedingt sichtbaren Leistungen wie die Räumung des Geländes, Hauswandsanierungen im Erdreich, die gewünschte bessere Bodenqualität, die erforderlichen Erd- und Tiefbauarbeiten sowie die im Untergrund verlegte Ver- und Entsorgungstechnik von Beginn an zu berücksichtigen. Sie können leicht 15 % bis 20 % und in Hanglagen gar bis zu 25 % der Baukosten betragen. Wird dieser Budgetanteil vernachlässigt, ist die spätere Kostenexplosion nicht mehr aufzuhalten.

 

3. Geht es denn nicht günstiger?

Bei der Wahl der Ausführungsqualität ist immer zu bedenken, dass in den kommenden 25 Jahren eindringende Feuchtigkeit, Frost-Tauwechsel, Wind und intensive UV-Bestrahlung den Bauteilen zusetzen werden. Vor Dumpingangeboten insbesondere im Erd- und Tiefbau sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt. Wer Ihnen mit Billigmaterialien und tiefsten Hilfsarbeiterlöhnen das gewünschte Schnäppchen verspricht, wird keine nachhaltige Qualität liefern und Ihnen bei später auftauchenden Fragen sicher nicht mehr zur Seite stehen.
Anders als ein Haus ist der Garten mit einem lebenden Organismus vergleichbar, der sich beständig verändert und schlichtweg erkranken kann, wenn die Bedingungen langfristig nicht stimmen. Unnötig hohe Pflegekosten sind dann die Folge. Bestimmte Bauschäden treten in Gartenanlagen oft erst Jahre nach der Abnahme zu Tage und bescheren dem Bauherr einen erheblichen Reparaturaufwand, auf dem er dann möglicherweise sitzen bleibt. Mancher Bauherr muss sogar mit den ärgerlichsten Bausünden weiterleben, weil deren Beseitigung - beispielsweise im Fundamentbereich - zu teuer käme oder sich nicht noch einmal ein Bagger durch den Garten bewegen soll. Regenpfützen in der abgesackten Terrasse gehören da noch zu den kleineren Problemen.

 

4. Umfang einer Baukostenschätzung

Die DIN 276 - Kosten im Bauwesen regelt den Umfang und die Detailtiefe einer Baukostenschätzung. Die DIN 276 sollte jedoch nur als Mindestanforderung angesehen werden. Gartenarchitekten, die ihrem Bauherrn eine bestmögliche Kostensicherheit bieten wollen, werden bereits die erste Kostenschätzung deutlich differenzierter aufstellen.

 

5. Intensive Kostenberatung

Als Bauherr sollten Sie sich bei der Architektenauswahl auch nach der künftigen Kostenberatung erkundigen. Zögern Sie nicht, sich vom Gartenarchitekten neben den üblichen Projektreferenzen auch seine Musterkostenschätzung genau erläutern zu lassen. Nur so können Sie als Bauherr einen Eindruck davon gewinnen, wie solide der Architekt Ihr Geld im Projekt verwalten wird.